

Was ist Gestalttherapie?
Fritz Pearls, der gemeinsam mit seiner Frau Lore sowie mit Paul Goodman die Gestalttherapie im Jahr 1951 begründete, hat das Wesen der Gestalttherapie mit den Worten »I and thou – here and now« (Ich und Du – hier und jetzt) plakativ charakterisiert. Die Gestalttherapie sieht den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele. Gewürdigt wird jede eigene Geschichte. Erving Polster drückt das so aus: »Jedes Leben ist einen Roman wert.«
Menschen versuchen, in schwierigen Situationen ihres Lebens zurecht zu kommen. »Störungen« sind die »Lösungen« der Vergangenheit. Persönliches Wachstum heute bedeutet, zu lernen, sich offener dem Leben zu stellen. Die Erfahrung wird reicher, die Existenz voller.
Ziel der Gestalttherapie ist ist ein gestärktes Selbst, das in der Lage ist, sich seiner eigenen Innenwelt und der Begegnung mit dem »Anderen« zu stellen. Natürlich wird – und soll – dabei so etwas wie »Glück« entstehen. Es ist aber nicht das Glück, das ich versuche zu erreichen, sondern das Glück, das sich von selbst einstellt, wenn mein Leben in vollem Kontakt mit dem Lebendigen steht.
Neues entsteht im Hier und Jetzt: Im Rollenspiel, in der Körperwahrnehmung, in der Bewegung, im Tanz, bei Musik, Malen und Schreiben kann ich mich wahrnehmen, mit Menschen in Kontakt kommen, jeweils einen Schritt weiter gehen als bisher, kann spontaner und offener sein und alte Muster loslassen.
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